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Sprühende Kreativität auf der Berlinale

Ein gleißendes Licht wie eine interstellare Reklametafel, da draußen mitten im Meer, in der Sommernacht, am Ende der Nacht, am Ende des Sommers, das trockene Glühen der Zigarettenglut. Die Glut flackert auf, erlischt, um dann am Bug des Tierkreises wieder hell aufzuflackern. Sie raucht und spricht gleichzeitig, allein. Dann ruft sie jemanden auf ihrem Mobiltelefon an. Nach ein paar Minuten wirft sie die Zigarette ins Wasser. Es sinkt mit einem Knistern. Direkt unterhalb des Boreal. Auf dem Meer aus Säure spiegelt sich ein lindgrüner Schimmer, es ist fünf Uhr morgens, die schlimme Mautstunde auf der anderen Seite.

Ein elektronischer Himmel.

Buchstaben: rot. Platz: Benidorm.

So beginnt Spanish Beauty (Anagrama), der rabenschwarze Thriller von Esther García Llovet, der in der Stadt Alicante spielt und Michela, eine zwielichtige Polizistin mit starkem Cockney-Akzent, zum Hauptdarsteller hat. Mehrere Kritiker haben die kinematografischen Fähigkeiten dieses Romans hervorgehoben und sogar Parallelen zur Sprache der Filme von Tarantino gezogen. Es ist klar, dass seine besondere Vision der Welt, sein Rhythmus und seine einzigartige und scharfe Schrift den Sprung auf die Leinwand leicht machen. Noch handelt es sich nicht um einen Film oder eine Fernsehserie, aber die Zeit wird es zeigen.

Seit 2006 veranstalten die Berliner Filmfestspiele, die in diesem Jahr vom 10. bis 20. Februar stattfanden, im Rahmen des Co-production Market das Treffen Books at Berlinale, um die Zusammenarbeit zwischen Film- und Buchbranche zu fördern. Diese Treffen finden in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Buchmesse statt, die dieses Mal besondere Unterstützung von Spanien als Ehrengast der Messe erhält. Hier können Filmproduzenten mit Inhabern von Filmrechten, Verlegern und Literaturagenten von Büchern, die sich besonders für eine Verfilmung eignen, in Kontakt treten. Die diesjährige Veranstaltung brach alle Rekorde mit 200 Buchkandidaten aus mehr als 30 Ländern, aber nur 10 wurden ausgewählt.

Am Montag, dem 14. Februar, wurden von 15.00 bis 16.30 Uhr die ausgewählten Romane vorgestellt, darunter natürlich auch unsere Spanische Schönheit. Es ist nicht das erste Mal, dass ein spanischer Autor unter den Auserwählten ist. Laia Fàbregas hat es bereits 2008 mit La niña de los nueve dedos geschafft, Lucía Etxebarria 2011 mit Lo verdadero es un momento de lo falso, Cristina Campos 2016 mit Pan de limón con semillas de amapola und drei Jahre später Blue Jeans mit La chica invisible.

Während der Veranstaltung präsentierte die Generaldirektorin für Bücher und Leseförderung, María José Gálvez, einen Vorgeschmack auf die #CreatividadDesbordante, die unsere Literatur im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse zeigen wird. Wir wollen uns nicht nur auf Literatur und Bücher konzentrieren, unsere gesamte Kultur ist übervoll“, sagte sie. Als wir im vergangenen Oktober den Ehrengaststatus von Kanada übernahmen, war dies der Beginn eines langen Weges, der uns in diesem Jahr zu vielen kulturellen Veranstaltungen in Deutschland führen wird. Das Ziel: „Wir wollen zeigen, dass wir ein schönes Land sind, aber auch ein sehr professionelles Land. Wir wollen die Stärke unseres Verlagswesens und seine Innovationsfähigkeit, aber auch seine literarische Qualität sichtbar machen“, schloss er.

Am darauffolgenden Tag, dem 15. Februar, fanden Online-Sitzungen statt, bei denen Vertreter der Bücher und der Filmproduzenten „zusammengebracht“ wurden.

García Llovet war nicht der einzige Spanier, der auf der 72. Berlinale „anwesend“ war. Die katalanische Filmemacherin Carla Simón war der große Star des Filmfestes. Ihr Film Alcarràs gewann den Goldenen Bären, die höchste Auszeichnung. Ein Preis, den unser Kino seit fast 40 Jahren nicht mehr gewonnen hat, und der erste, den ein spanischer Regisseur bei einem „großen“ Festival erhalten hat. Simóns Siegeszug begann auf diesem Festival im Februar 2017, als Verano 1993 in der Sektion Generation Kplus den Preis für den besten Erstlingsfilm und den besten Spielfilm gewann, bevor er mit drei Goyas ausgezeichnet wurde: Beste neue Regie, beste neue Schauspielerin und bester Nebendarsteller.

Es gab noch einen weiteren Spanier im Kampf um die Spitzenkategorie. Isaki Lacuesta hatte seine Premiere in der offiziellen Auswahl Un año, una noche (Ein Jahr, eine Nacht), eine Adaption des Buches Paz, amor y death metal (Frieden, Liebe und Todesmetall) von Ramón González. Es ist das dritte Mal in der Geschichte der Veranstaltung, dass zwei spanische Filme um den Sieg bei einem der wichtigsten Filmfestivals der Welt konkurrieren.

Der erste große europäische Wettbewerb des Jahres hatte andere nationale Protagonisten. Der Kurzfilm El sembrador de estrellas des galicischen Regisseurs Lois Patiño wurde von der Berlinale als Kandidat für den Europäischen Filmpreis ausgewählt. Die Agrilogistik von Gerard Ortín trat in der gleichen Kategorie an. Cinco lobitos von Alauda Ruiz de Azúa konkurrierte um den GWFF-Preis für den besten Erstlingsfilm, der für den besten Erstlingsfilm reserviert ist.

Zu den Berlinale Talents, die junge Filmschaffende fördern, gehören Javier Bermejo, Mariona Borrull, Manel Raga, Marta Cruañas, Alberto Torres, Meritxell Colell, Nuria Landete, Sandra Romero, Bruna Cusí, María del Puy Alvarado und Alejandro Loayza. Sie wurden ausgewählt, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen, bei der 200 Talente aus 70 verschiedenen Ländern zusammenkamen, um ihre Projekte zu präsentieren und sich weiterzubilden.Kurzum, die Berlinale bildet den Auftakt für Spaniens Jahr als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse und unterstreicht die Tatsache, dass unsere Kultur eine Menge #SpillingCreativity zu bieten hat.

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